Die Ridgebacks zeigen viele von jenen Charakteristiken auf, die man üblicherweise mit anderen Hunden in Verbindung bringt. Von ruhigem Temperament (sie bellen selten), genießen sie es, viele Stunden des Tages faul eingeringelt in einer Zimmerecke zu verbringen oder am Boden hingestreckt in der Sommersonne zu liegen. Sie räkeln sich an einem offenen Kaminplatz während des Winters, wo sie so nah an die Flammen heranrücken, bis fast das Fell versengt wird.

Dieser Anblick eines großen, schläfrigen und anscheinend trägen Tieres ist wahrlich ein Kontrast zu einem Ridgeback, sobald er wachsam und in Aktion ist. In Sekunden, mit explosionsartiger Schnelligkeit, ist er verwandelt in einen anmutigen Strich rhythmischer Bewegung, welcher schnell ein Kaninchen einholt oder sogar noch schnellere Tiere in voller Flucht. Man darf nicht vergessen, daß der Ridgeback als zweifach verwendbarer Hund herausgezüchtet wurde:
Wenn er auch als Jäger und "im Feld " genützt wurde, war er doch in gleicher Weise wichtig als Haushund und Beschützer der Familien früher weißer Ansiedler in abgelegenen und unzivilisierten Gegenden. Seine Leistungen als Jäger afrikanischen Wildes waren es, die ihm zuerst Anerkennung und Beachtung in weiten Kreisen einbrachten. Ein solcher Ruf ist bei vielen Personen mit der Vorstellung eines wilden unfreundlichen Tieres verbunden, was aber in keiner Weise auf die wahre Natur des Ridgebacks zutrifft. Von Jahr zu Jahr entdecken immer mehr Menschen das freundliche Wesen dieser großen Hunde mit ihrer überaus liebevollen Veranlagung und ihrem Wunsch nach menschlicher Freundschaft und Aufmerksamkeit. Diese Liebe und innige Zuneigung hat sie da und dort zum verhätschelten Liebling in Familien mit Kindern werden lassen.